FAQ

Worum geht es beim Datenschutz?

Datenschutz bedeutet eigentlich Personen vor Daten und Datensammlungen über sich zu schützen. Jeder Einzelne soll darüber entscheiden können, wer welche Daten über ihn besitzt, wie lange er die Daten benutzt und wozu die Daten benutzt werden (siehe 1.1). Das beinhaltet auch die Sicherheit der Daten beim jeweiligen Verwender vor Verlust und Manipulation der Daten (siehe 1.4).

Kann jeder frei über "seine" Daten bestimmen?

Nein. Die Mitmenschen haben natürlich auch Rechte, die mit einem absoluten Datenschutz kollidieren würden. Bspw. könnte man von einem Onlinehändler nach Auslieferung der Ware die Löschung der Kundendaten verlangen. Dann wüsste der Händler nicht mehr, wer ihm das Geld für die Ware schuldet. Der Datenschutz muss hier einen Ausgleich schaffen (siehe 1.3). Es gibt auch Vorschriften, die es beispielsweise Behörden erlauben bestimmte Daten über eine Person zu erheben, wie z. B. die Anmeldung im Melderegister.

Welche Daten schützt das Gesetz?

Alle Daten, die einer Person zugeordnet werden können, schützt das Gesetz als "personenbezogene Daten". Z.B. Peter Meyer ist blond.

Werden alle Daten gleich geschützt?

Einige Informationen können zur Diskriminierung von Personengruppen führen. Deshalb fordert das Gesetz bei der Arbeit mit Daten über die rassische und ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder philosophische Überzeugungen, Gewerkschaftszugehörigkeit, Gesundheit oder Sexualleben besondere Schutzmaßnahmen.

Werden Fotos und Videos auch durch den Datenschutz geschützt?

Wenn auf Fotos und Videos eine Person zu erkennen ist, enthält es i.d.R. personenbezogene Daten und wird somit vom Datenschutz erfasst. Allerdings hat nicht nur die abgebildete Person ein Recht auf Datenschutz, auch der Fotograph oder Kameramann kann als Künstler ein Urheberrecht haben. Der Ausgleich dieser kollidierenden Rechte wird in einem speziellen Gesetz (Kunsturhebergesetz) geregelt.

Was sollte ich beim surfen im Internet beachten?

  • Betriebssystem und alle Programme nur auf dem aktuellsten Stand einsetzen,
  • Virenschutzprogramm und Firewall auf dem aktuellsten Stand einsetzen,
  • Nicht als angemeldeter Administrator surfen, Installationsanfragen und Aufforderungen zur Eingabe von Administratorname/Passwort kritisch hinterfragen.
  • Nur vertrauenswürdige Programme, Programmerweiterungen und ähnliches von vertrauenswürdigen Seiten installieren.
  • Die Cookie-Einstellungen an die eigenen Anforderungen anpassen.
  • Pseudonyme E-Mailadressen für Newsletter und Forenbeiträge verwenden, Datenschutzerklärungen und Einwilligungen lesen.
  • Ausloggen, wenn man einen geschützten (Mitglieder-)Bereich verlässt.
  • Verschiedene Passworte für verschiedene Seiten verwenden.
  • Nach eigenen Anforderungen Browserverlauf löschen.
  • Nach eigenen Anforderungen gespeicherte Formulardaten löschen. Siehe 2.2

Was sind Cookies?

Cookies sind Textdateien auf dem eigenen Rechner. Webseiten können sich eine solche Datei anlegen und dort bestimmte Informationen zwischenspeichern. Über Cookies gibt es einiges zu sagen, bitte sehen Sie sich den Menüpunkt 2.3 an.

Muss ich Besonderheiten beachten, wenn ich an fremden Rechnern surfe?

Sie sollten natürlich nur fremde Rechner nutzen, denen Sie vertrauen. D.h. Sie sollten sicher sein, dass die gleichen Sicherheitsvorkehrungen wie an Ihrem eigenen Rechner getroffen wurden (Updates, Virenschutz, Firewall). Zusätzlich sollten Sie darauf achten, dass Ihre Eingaben im Internet, gerade Benutzernamen und Passwörter, nicht gespeichert werden. Löschen Sie am besten, nach Rücksprache mit dem Eigentümer, Verlauf, Cookies und Formulardaten. Am sichersten wäre es einen besonderen Account zu nutzen. Einige Betriebssysteme bieten vorgefertigte Gast-Accounts an, die nach dem Abmelden alle gespeicherten Daten wieder löschen.

Ich nutze ein Smartphone. Muss ich mich besonders schützen?

Smartphones können leichter verloren gehen(durch Diebstahl oder Unachtsamkeit) als Computer. Dann ist nicht nur das gute Gerät, sondern auch viele eigene Daten und Daten über Freunde oder sogar Geschäftsdaten in den Händen Dritter. Auf dieses Risiko können Sie sich unter 3.2.2 besonders vorbereiten.

Apps für Smartphones nutzen häufig bereits auf dem Gerät gespeicherte Daten. Das macht ihren besonderen Nutzen für uns aus, kann aber auch ausgenutzt werden. Bei der Installation von Apps sollten Sie besonders kritisch die angeforderten Berechtigungen der neuen App hinterfragen.

Besonderes Augenmerk sollten Sie auf die Informationen zu Ihrem aktuellen Standort legen. Die Ortungsmodule vieler Smartphones sind in vielen Apps sehr nützlich. Benötigt die App Ortungsdaten für eine notwendige Zusatzfunktion, die Sie nutzen wollen? Oder erstellt sie heimlich Bewegungsprofile um über Werbung Geld zu verdienen?

Ich will Soziale Netze nutzen, wie kann ich mich vor dem Missbrauch meiner Daten schützen?

Als erstes sollten Sie klären, was Sie mit den Sozialen Netzen erreichen wollen. Damit wissen Sie was Ihnen der Dienst Wert ist. Hinterfragen Sie das Geschäftsmodell des Anbieters, um ein Gefühl für den „Preis“ zu bekommen. Setzen Sie sich mit den Nutzungsbedingungen und den Einstellmöglichkeiten Ihres Anbieters aktiv auseinander. Sie sollten bewusst entscheiden, ob Sie Daten allgemein veröffentlichen oder nur einem bestimmten Personenkreis zur Verfügung stellen. Auch gelegentliches „aufräumen“ (löschen älterer Beiträge und Bilder) im eigenen Account, sollte von vornherein eingeplant werden.